Lang, lang ists her, da stand/saß (je nachdem wer das hier liest) ich mal auf einem Klo in einer WG in Münster! Die hinter mir liegende Nacht war kurz und besonders kalt gewesen und ich war froh die nicht zu verachtende Menge Bier des Vorabends auf seinem biologisch vorgesehenem Wege (durch die Harnröhre) wieder in die Freiheit zu entlassen. Als ich gerade ins Studium der dort angebrachten, zum Teil recht lustigen Karten vertieft war, drang eine aufgebrachte, laute Stimme durch das geöffnete Fenster an der nächsten Hauswand an mein Ohr! "....Ich bin halt so! Wenn du mich so nicht akzeptieren kannst, kann ich dir auch nicht helfen!" Das Klopfen meines Nachfolgers ignorierend konnte ich nicht umhin zu bleiben, um dem Gespräch noch ein wenig beizuwohnen. Und da war es wieder: "Ich bin halt so!" die aufgebrachte männliche Stimme schien keinen real existierenden Gesprächspartner zu haben, da es ausschließlich er war der sprach. Die übrigen Wortfetzen verrieten mir bald das Thema der Unterhaltung/des Monologs: "Der Vorabend." Der hier Anwesende und seine (vermutlich) Angebetete hatten einen Disput über sein Verhalten an diesem Abend, welches er in den dreieinhalb Minuten die ich von der Unterhaltung mitbekam ca. X-mal mit dem Satz "Ich bin halt so!" verteidigte. Als der Hörer auf das Telefon krachte und mich im Unklaren ließ wer das Gespräch beendet hatte wusste ich auch, dass ein Telefonanbieter die Schuld daran trug, dass sie jetzt genau wusste wie er war: Nämlich: "So!"
Um größeres Unglück zu vermeiden, beeilte ich mich das Feld für meine Nachfolger zu räumen und mich im Stillen für den Kurs im "Telefonstreiten" zu bedanken, das ich seitdem für noch vermeidenswerter halte als bisher.
Sunday, May 28, 2006
Sunday, May 21, 2006
QUANTA COSTA
Heute fiel mir beim Aufräumen, oder besser beim Pseudofrühjahrsputz eine Zeitung von 2004 in die Hände. Nein! Ich werde nicht sagen wo,(siehe Comment) aber den Inhalt werde hier mal kurz zusammenfassen.
Das SZ-Magazin titelte am 23.04.2004: WAS KOSTET EIN MENSCH? (Ein Blick auf die aktuellen Marktpreise). Im Innenteil wird man dann mit Zahlen überhäuft, hier ein Paar davon. Fangen wir Oben an:
20.500.000€ Belohnung haben die Freunde der "Neuen Welt" auf den Kopf von Osama bin Laden ausgesetzt. Das würde reichen, um George W. Bush 3,41 offizielle, aber vor allem sichere 3-Tages-Besuche bei seinem Freund in London zu finanzieren. Die Kosten für die Sicherung des US-Königs für diese Zeit beträgt 6Mio Euro. Dabei ist der Mann gerade mal 14,60€ wert, wenn man mal von einem Gewicht von 80 Kilogramm ausgeht und nur den Wert seiner wichtigsten Bestandteile in Betracht zieht:
- Kohlenstoff: 15,00 Kilogramm
- Kalzium: 6,75 Kilogramm
- Stickstoff: 3,00 Kilogramm
- Phosphat: 2,10 Kilogramm
- Kalium: 750 Gramm
- Schwefel: 525 Gramm
- Natrium: 525 Gramm
- Magnesium: 90 Gramm
(Hinzu kommen Eisen, Kupfer, Jod und sogar GOLD in geringen Mengen.) Der Mann ist Gold wert! Hoho!
Die Familie eines palästinensischen Selbstmordattentäters bekommt also mit 18,00€ eine "Abfindung", die nur wenig über dem liegt, was der Mann bekommen hätte, wenn er sich mit allen seinen Bestandteilen verkauft hätte.*grusel*!
Na dann wollen wir mal hoffen, dass das FBI meine Seite noch ein wenig online lässt! So viele böse Wörter in einem Blog, vielleicht sollte ich noch irgendwo "Anschlag" oder "911" einbauen...
Das SZ-Magazin titelte am 23.04.2004: WAS KOSTET EIN MENSCH? (Ein Blick auf die aktuellen Marktpreise). Im Innenteil wird man dann mit Zahlen überhäuft, hier ein Paar davon. Fangen wir Oben an:
20.500.000€ Belohnung haben die Freunde der "Neuen Welt" auf den Kopf von Osama bin Laden ausgesetzt. Das würde reichen, um George W. Bush 3,41 offizielle, aber vor allem sichere 3-Tages-Besuche bei seinem Freund in London zu finanzieren. Die Kosten für die Sicherung des US-Königs für diese Zeit beträgt 6Mio Euro. Dabei ist der Mann gerade mal 14,60€ wert, wenn man mal von einem Gewicht von 80 Kilogramm ausgeht und nur den Wert seiner wichtigsten Bestandteile in Betracht zieht:
- Kohlenstoff: 15,00 Kilogramm
- Kalzium: 6,75 Kilogramm
- Stickstoff: 3,00 Kilogramm
- Phosphat: 2,10 Kilogramm
- Kalium: 750 Gramm
- Schwefel: 525 Gramm
- Natrium: 525 Gramm
- Magnesium: 90 Gramm
(Hinzu kommen Eisen, Kupfer, Jod und sogar GOLD in geringen Mengen.) Der Mann ist Gold wert! Hoho!
Die Familie eines palästinensischen Selbstmordattentäters bekommt also mit 18,00€ eine "Abfindung", die nur wenig über dem liegt, was der Mann bekommen hätte, wenn er sich mit allen seinen Bestandteilen verkauft hätte.*grusel*!
Na dann wollen wir mal hoffen, dass das FBI meine Seite noch ein wenig online lässt! So viele böse Wörter in einem Blog, vielleicht sollte ich noch irgendwo "Anschlag" oder "911" einbauen...
Sunday, May 14, 2006
Unvereinbar
Es gab mal eine Zeit, da war ich stolzer und entspannter Besitzer eines Autos. Stolz, weil es mein erstes und vorerst letztes eigenes Auto war und entspannt, weil ich durch diese Errungenschaft in die Lage versetzt wurde den öffentlichen Verkehrsmitteln den Rücken zu kehren und gleichzeitig morgens vor der Schule 15,3 Minuten länger schlafen konnte. Das eindeutig Beste an meinem fahrbaren Untersatz war aber, dass ich mir nicht mehr die dummen Sprüche der Generation antun musste, die die Rentensysteme dieses Landes in der Ruin treibt. Sätze wie „Hömma alz iech in dem Alta wa, musste iech immer mit de Kohlenkarrre von Stiepel nach Castrop, dat wa nen Kreuz und die Jugend von heute steht nich ma für einen auf. Dat hättes bei uns nich gegeben.“ Und das alles aus dem Mund eines Rentners, der den Rest des Tages nichts mehr zu tun hat und auch einfach mit einem Bus später die „Hilde“ im Krankenhaus oder am Grab besuchen könnte. Wie auch immer, die fetten Jahre sind vorbei und aus dem Auto wurde ein Fahrrad und aus der Schule die Uni. So ist es mir weiterhin möglich (gutes Wetter vorausgesetzt) meine fünfzehn Minuten länger zu schlafen, also statt um 11:00 um 11:15 aufzustehen. Die Generation 60+ scheine ich aber, nicht zuletzt auf Grund meiner Studienwahl (Philosophie), nicht loszuwerden. Nun lauert sie nicht mehr in den Gefährten des VRR, sondern wartet gerissen in den Seminarräumen der Uni auf seine Opfer, in diesem Fall auf mich. Diese Räume zeigen bis fünf Minuten vor Seminaranfang ein Bild des Grauens, bei dem ein Bestattungsunternehmer den ganzen schweren Inhalt seiner Innentasche an Visitenkarten an baldige Kunden verteilen könnte. Eine Gruppe von, -na das hatten wir ja bereits-, okkupiert mit einem Altersdurchschnitt von ca. 65 sämtliche Stühle, wie auch die dazugehörigen Tische, bis auf einen, der ist für den neu gefundenen Gauleiter, nämlich den Dozenten reserviert. Dem gemeinen Studenten, der ganz nebenher mit dem Erlernten einmal die Beiträge für die eben erwähnte Rentenkasse zahlen muss, bleibt nichts anderes übrig, als sich unter bösen Blicken der dort Anwesenden, einen Stuhl in einem anderen Raum zu klauen und sich hinten in die letzte Ecke zu quetschen ... seine Knie als Tisch benutzend.
--- Einziger Vorteil dieses kurzen Ausflugs: Man hat so die Möglichkeit dem noch aus Zivizeiten wohl bekannten Geruch/Gestank zu entkommen, wie ihn nur alte oder kranke Menschen ausdünsten. Auch wer denkt, der einsetzende Heuschnupfen zu Beginn des Sommers würde die Nase sozusagen auf natürlichem Wege schützen hat weit gefehlt, denn mit der Sonne und den Pollen kommt auch die Hitze und die ist der Entstehung dieser Gerüche leider nicht abträglich.---
Dies alles geschieht natürlich nicht unbeobachtet, wobei ein Paar der fleißigen Ortsgruppenleiter immer auf den Erhalt des, sowieso das ganze Seminar über unbenutzten, Stuhls des Dozenten lauern. Kämpfen ist zwecklos, diese Ü60er haben das Recht ihre wenige verbliebene Zeit an den Unis dieses Landes zu verbringen, uns als „junge Lümmel“ zu beschimpfen und uns auch sonst auf jede erdenkliche Weise auf die Nerven zu fallen. So kann mal nur auf die Dozenten hoffen, sie mögen ihre Seminare nur für die öffnen, die sie wirklich brauchen, die Studenten...
--- Einziger Vorteil dieses kurzen Ausflugs: Man hat so die Möglichkeit dem noch aus Zivizeiten wohl bekannten Geruch/Gestank zu entkommen, wie ihn nur alte oder kranke Menschen ausdünsten. Auch wer denkt, der einsetzende Heuschnupfen zu Beginn des Sommers würde die Nase sozusagen auf natürlichem Wege schützen hat weit gefehlt, denn mit der Sonne und den Pollen kommt auch die Hitze und die ist der Entstehung dieser Gerüche leider nicht abträglich.---
Dies alles geschieht natürlich nicht unbeobachtet, wobei ein Paar der fleißigen Ortsgruppenleiter immer auf den Erhalt des, sowieso das ganze Seminar über unbenutzten, Stuhls des Dozenten lauern. Kämpfen ist zwecklos, diese Ü60er haben das Recht ihre wenige verbliebene Zeit an den Unis dieses Landes zu verbringen, uns als „junge Lümmel“ zu beschimpfen und uns auch sonst auf jede erdenkliche Weise auf die Nerven zu fallen. So kann mal nur auf die Dozenten hoffen, sie mögen ihre Seminare nur für die öffnen, die sie wirklich brauchen, die Studenten...
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