Friday, December 15, 2006

Nachwehen

Als Dortmund in diesem Sommer ein Ganzklörperoberflächenpeeling bekam und dann auch noch Zehntausende Spiel für Spiel Richtung Stadion strömten, da bekam man als Bewohner dieser doch sonst recht ruhigen Großstadt mit, die Welt ist zu Gast in Dortmund. Ihr wurde sogar ein roter Teppich bis zum Stadion ausgerollt. Ein Erlebnis muss es für diejenigen gewesen sein, die eben diesen nutzten um auf direktem Weg zum Spiel zu kommen. Neue Straßen mit frisch bepflanzten, von der FIFA finanzierten Verkehrsinseln, Bierstände, Fahnen aus jedem zweiten Fenster. Welch eine Begrüßung! Doch hier konnte noch keiner ahnen, wo er bis zu seinem, von der FIFA vorgeschriebenen, Sitzplatz noch durch musste… Den Dschungel!!! Denn als zu überwindendes Hindernis liegt die B1 zwischen City und Stadion (oder sollte/muss ich „Signal Iduna Park“ sagen) und da die Planer nun mal fürs planen bezahlt werden, haben sie die dafür vorgesehene Unterführung von minderbegabten Graffitikünstlern in einen Dschungel verwandeln lassen und zu allem Überfluss auch noch Lautsprecher mit Bewegungsmeldern aufgehängt, die beim durchgehen die entsprechenden Geräusche von sich geben. Diese Umstände machen die eh schon schmuddelige Unterführung zu einem Ort, wo s unschöner ist als vorher. Diese vertreibende Wirkung scheint sich ganz offenbar auch auf die meisten anderen Menschen zu übertragen, denn bis heute hat es kein Graffitisprayer lange genug dort ausgehalten um wenigstens das alte Bild der wöchentlich wechselnden Wandbemalung wieder herzustellen. Sehr geehrter Herr Blatter, sorgen sie doch bitte dafür, dass meine Unterführung wieder die Alte wird. Ach ja, und nehmen sie die Kunstrasenidee zurück, wir sind hier nicht beim Tennis!

2 comments:

Lucky said...

oh,ich fand die gruselig. war das auch nicht sinn der sache?

Nick said...

Gibts nicht auch U-Bahnen in dem Design?